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Positive "Halbzeitbilanz" der GMS an der Blautopf-Schule

Presse Halbzeitbilanz

Schüler fühlen sich sehr gut gecoacht

"Die Blaubeurer Blautopf-Schule hat vor gut zweieinhalb Jahren die Gemeinschaftsschule mit ihren neuen Lernmethoden eingeführt. Ein Kraftakt. Aber es hat sich gelohnt, meinen Schüler, Lehrer und Eltern (...)".

Lesen Sie hier den Artikel aus der SWP vom 24.03.2017 zur "Halbzeitbilanz" der GMS an der Blautopf-Schule.

 

 

Schüler fühlen sich sehr gut gecoacht

 

Die Blaubeurer Blautopf-Schule hat vor gut zweieinhalb Jahren die Gemeinschaftsschule mit ihren neuen Lernmethoden eingeführt. Ein Kraftakt. Aber es hat sich gelohnt, meinen Schüler, Lehrer und Eltern.

 

von Thomas Spanhel

 

Blaubeuren·: Drei Jungs der 7a stürmen an die interaktive Tafel des Klassenzimmers der Blautopf-Schule. Freiarbeit ist angesagt, und die drei wollen bei einem Lernspiel ihr Wissen über Orte auf einer Weltkarte üben. Doch die Jungs bekommen Konkurrenz: Drei Mädchen stehen neben ihnen, wollen auch an die moderne Tafel: "Diesmal sind wir dran!" Leise, aber bestimmt sagen die Mädchen das, so dass kaum jemand im Raum die Konfliktsituation überhaupt mitbekommt. Trotzdem setzen sie sich durch: Die drei Jungs sind zwar erst unwillig, dann geben sie aber anstandslos den elektronischen Stift an die Mädchen weiter.
Die kleine Szene am Dienstagmorgen im Klassenraum der Lerngruppe 7a zeigt das gute Arbeitsklima unter den etwa 20 Schülern und ihrer Lehrerin Kerstin Mues. Die Schüler haben seit dem Start der Gemeinschaftsschule vor zweieinhalb Jahren die Regeln für Freiarbeits-Stunden verinnerlicht, reden automatisch im Flüsterton, auch wenn sie etwa zu viert Geografie-Quartett spielen. Simon und Philipp (13) holen sich anstandslos Arbeitsblätter, um in Stillarbeit ihr Wissen über Fräslöcher zu erweitern. Alisa (12) und Ümmi (14) sitzen nebeneinander, um sich in Mathe über die Größe von Zahlen auszutauschen.
"Es hat eine Weile gedauert, bis sie die Möglichkeiten der Freiarbeit entdeckt haben", erzählt Lehrerin Kerstin Mues im Rückblick auf ihre Schüler in Jahrgangsstufe 5. Inzwischen gehe es aber für diese nicht mehr nur um selbständiges Arbeiten, sondern darum, dass sie merken, dass "es besser ist, wenn sie sich selber die Aufgaben erarbeiten". Die Lehrer sind ständig als "Lerncoach" gefordert - beraten und "stupsen" die Kinder an, wenn es Probleme gibt, oder schreiten auch mal ein, wenn jemand über die Stränge schlägt. "Der Rahmen muss stimmen. Die Schüler werden unzufrieden, wenn sie gestört werden."
Gekoppelt mit der intensiven Material-Vorbereitungen ist das eine anstrengende Arbeit. Und doch möchte Kerstin Mues auf keinen Fall mehr in der Form unterrichten, wie sie das als Einzelkämpferin früher zehn Jahre lang in Ulm an einer traditionellen Hauptschule gemacht hat. "Die Arbeit mit den Kindern jetzt ist eine Riesenbefreiung." In der Gemeinschaftsschule könne sie sich darauf verlassen, dass die Kinder auch dann arbeiten, wenn sie ihnen den Rücken kehrt. Sie würden sich auch selber disziplinieren, wenn in der Klasse etwas schief läuft. In ihrer alten Schule sei sie schnell in einen unerquickliche Kreislauf von Hausaufgaben, Kontrolle und Strafen gekommen, der keinem nützte.


Bald ein neues "Stadion"

"Wir haben die richtige Taktik, jetzt bekommen wir auch noch ein neues Stadion", sagt Schulleiter Thomas Hilsenbeck schmunzelnd über den Erfolg der neuen Lernmethoden und mit Blick auf den Schulneubau, in den die Schule im September ziehen kann. Durch die neue Technik und die auf Freiarbeit abgestimmten Räume würden die Kinder noch deutlich bessere Arbeitsvoraussetzungen erhalten.
Hilsenbeck ist sehr zufrieden mit der Entwicklung der Gemeinschaftsschule - trotz des Entstehens neuer Gemeinschaftsschulen in der Region seien die Jahrgänge 5 bis 7 in der Blautopfschule mit jeweils 42 Schülern sehr gut belegt. Die einzelnen Klassen sind in ihrer Zusammensetzung stabil, es gebe wenig Zu- und Abgänge. Ein Grund dafür ist sicher das gute Klassenklima. Ein anderer der Wegfall der Schulnoten. Die Kinder vergleichen sich nicht ständig. "Es geht wieder darum, was ich kann, und nicht darum, welche Note ich habe", sagt Hilsenbeck. Gleichzeitig steigt die Motivation, weil die Schüler durch Tests und persönliches Feedback ihres Lehrer-Coachs wissen, wo sie wirklich stehen.
"Es entsteht eine andere Art von Druck", erzählt Conny Gutknecht, Elternbeiratsvorsitzende und Mutter einer Tochter, die in die Jahrgangsstufe 6 der Gemeinschaftsschule ist und die zunächst zweifelte, ob diese freie Lernmethode das Richtige für ihr Kind ist. Inzwischen ist sie von den Arbeitsmaterialien begeistert und sieht deutliche Lernfortschritte ihrer Tochter - vor allem im Fach Mathematik, das das Mädchen früher gar nicht mochte.
Auch die 13-jährigen Evangelia und Allyah sind "sehr zufrieden" mit ihren Lernfortschritten. Sie sitzen in der persönlichen "Coaching"-Zeit bei Kerstin Mues. Diese privaten Beratungs-Zeiten haben sich als besonders wichtig herausgestellt, ebenso wie regelmäßige Elternabende. Im Gespräch mit ihrer Lehrerin hat Evangelia beispielsweise für sich beschlossen, sich einen neuen Lernplatz zu suchen. "Sonst kommen immer die Jungs und wollen was wissen." Und sie will doch nicht abgelenkt werden, sondern selber gut lernen.

 

 

Presseartikel erschienen am 24.03.2017 in der SÜDWEST-PRESSE

 

 

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